Medusa
8. Mai 2016Es war eine Frau, die hatte ein Herz aus Stein.
Hart und glänzend wie ein Diamant,
Entzog allem Wärme, der harte Oktokant,
Nichts konnte es es wärmen mit Liebe und Sein.
Das Herz hängt am Feuer, am Kamin,
Sein Leuchtspiel zerbricht am Herz,
Brennt das Holz, warm wie der März,
Gefriehrt doch die Flamme, nahe am Zwirn.
Berührt sie ein Mann, der sich verfängt.
Setzt ihm die Kälte fest die Hand
Er zerrt, und zieht, es wird ihm wund,
Seine Hand, vom ihrem Eis getränkt.
Als ihm die Hand gefroren ist,
Sagte sie ihm, “du bist kalt,
Deine Hand wärmt nicht, sie ist alt,”
Sie ging, lies ihn zurück den trauernden Fist.
Und sucht sich wohl an anderen Herzen,
Ob sie mager, voll oder groß,
Oder Mutig, keck oder krass,
Ihm das innre Warm zu stehlen.
(Leonard Siebeneicher)