Red Flags
20. September 2016In den letzten 10 Jahren lernte ich, auf techniken psychologischer Kriegsführung zu achten. Sie ergibt sich, wenn im Konfliktfall der Wille zu dominieren/kontrollieren vorherrscht. Gegenüber dem Willen zum Schlichten und Lösen von Konflikten. Einige Muster beobachtete ich in meinem Leben, die ich als Red Flags zusammenfassen würde.
- fehlende Bereitschaft, die eigene Position klarzustellen und aufrichtig Konflikte (auch innere) anzusprechen. Schmollen. Die Erwartung, der andere müsse ’erraten’ oder ‘wissen’ worin das Problem besteht.
- Die Kommunikation kontrollieren, Informations-Polizei spielen. Die Kommunikation verweigern. Natürliche soziale Bedürfnisse von Mitmenschen gegen diejenigen ausspielen. Das Harvspiel mit dem Sozialschmerz.
- Eine zu berechnende Art im Umgang. Strippenzieher.
- Grandiosität. Verachtung. Wenn man von sich selbst in unkritischer Weise überzeugt ist.
- Die Neigung, wenig Fragen zu stellen und zu hinterfragen, um dafür umso mehr an einem Urteil/Stigma festzuhalten. Confirmation Bias. Schwarzweiß-Denken. Sexismus, Klassismus, Rassismus, Sozialdarwinismus, … Dunning-Kruger Effekt, wenn er sich im Zwischenmenschlichen negativ auswirkt.
- Fehlende Selbstreflexion. Bis dahin, daß andere für Fehler verurteilt werden, die man selbst maßgeblich mit verursachte. Ein Eigenanteil an einem Konflikt leugnen, während dem anderen der schwarze Peter zugeschoben wird.